Vielen Dank für die Blumen - Thomas Schwarz im Dürnauer Schlosskeller

Nach der Verlegung des neuen Bodens im Schlosskeller, fand die erste Verstanstaltung am vergangenen Freitag statt. Thomas Schwarz bot mit seiner Interpretation von Liedern des Sängers und Entertainers Udo Jürgens eine großartige Eröffnung.

Die Gäste waren angetan von den zum Teil unbekannten aber sehr hintergründigen Liedtexten und der schönen Atmosphäre im Schlosskeller. Vielen Dank an Thomas Schwarz und die vielen Gäste für diesen schönen Abend!

Herzlichen Dank an den Dürnauer Bauhof für den tollen Boden im Schlosskeller und den Markstand. Den Mitarbeiter*innen des Rathauses danken wir für den Vorverkauf der Eintrittskarten. Manne Maier hat wieder mal für die tolle Beleuchtung der Veranstaltung gesorgt, welche den Schlosskeller richtig in Szene gesetzt hat.

Die Küldür freut sich auf weitere Veranstaltungen im Dürnauer Schlosskeller im nächsten Jahr!

Dürnau wird zum Dorf der Kunst


3U2A5530Bei der Dürnauer Kunstnacht schwärmten wieder viele Besucher vom Schlosshof aus in die Straßen des Voralb-Ortes zu allerlei Kulturaktionen. 

Im angenehm schattigen Dürnauer Backhäusle steht Bürgermeister Markus Wagner. „Das ist ja toll“, sagt er und deutet auf die auf den Tischen aufgereihten bunten Drahtfiguren. Sie sind von Schülern der Dürnauer Grundschule gebastelt worden. Dann schaut Wagner auf seine Armbanduhr. „Oh“, sagt er, „jetzt muss ich aber schnell zum Schlosshof, meine Schicht fängt gleich an.“ Getränke ausschenken müsse er, sagt er und ist weg.

Die Kunstnacht hat am helllichten Tag begonnen. Bereits nachmittags um drei. Und zwar mit der kunstvollen Musik des Bläserensembles des Posaunenchores Dürnau/Gammelshausen auf dem Schlosshof. Bunt und quirlig präsentieren sich hier bei strahlendem Sonnenschein die Stände verschiedenster Künstler und Kunsthandwerker. Hier schlägt das Herz der Kunstnacht. Und von hier aus strömen die Besucher hinaus in das Dorf zu vielfältigen Kunstaktionen und Ausstellungen.

Etwa zur „Disco Box“ beim alten Schulhaus. Die ist eigentlich die Dürnauer Bücherzelle. Aber für die Kunstnacht ist sie mit schwarzem Stoff ausgelegt. Öffnet man die Türe stößt man auf eine rotierende Discokugel die glitzernde Sterne auf den schwarzen Stoff zaubert. Auf den vor der Bücher­­zelle aufgestellten Lesestühlen sitzt ein kunstinteressiertes Paar. „Wir sind aus Göppingen extra zur Kunstnacht her gefahren“, meint die Frau. Gelohnt habe es sich auf jeden Fall, da sind sich die beiden einig. Sie erzählen, dass sie gerade bei der Lesung der Donzdorfer Pfarrerin und Krimiautorin Kathinka Kaden waren. „Das war toll, ich habe das Buch gleich gekauft“, erzählt die Frau.

Im Dürnauer Rathaus dagegen herrscht meditative Stille. Eine Besucherin betrachtet versunken die Exponate von Inge Czemmel, von deren Kunst sie begeistert ist. „Man entdeckt so viel, die Farben und die Details“, sagt sie. Rosemarie von Degenfeld begeistert sich vor allem für das Kinderprogramm in der Schlossstraße. „Ich bin ja hin und weg von dem Zauberer“, berichtet sie, während sie sich über den Schlosshof treiben lässt. „Ich habe allergrößten Respekt vor den Organisatoren Annemone Hilsenbeck und Detlev Schorlau“, sagt sie, „das alles auf die Beine stellen ist wirklich eine Leistung“.  Annemone Hilsenbeck ist die Vorsitzende des Dürnauer Kulturvereins Kuldür, der für die Kunstnacht verantwortlich zeichnet. Detlev Schorlau ist ein mit der lokalen Szene gut vernetzter Künstler.

3U2A0805Unterdessen bauen sich Bianca Müller und Thomas Faupel mit ihren Instrumenten auf der Bühne auf dem Schlosshof auf. Mit viel Applaus werden die drei Songs aufgenommen, die das Duo spielt. „Wir haben für jede Generation einen Song“, erklärt Faupel, „Knocking On Heavens Door, The Scientist, und Too Close.“ Beim Steak- und Wurststand sitzen die Fünftklässlerin Elena und der Drittklässler Marius. Sie denken gerade darüber nach, was bis jetzt das beste an der Kunstnacht war. Bei ihrer Diskussion stehen die „Schrägen Vögel“ hoch im Kurs, aber auch das Kinderprogramm. Schließlich sind sie sich einig: „Das Gralglas-Museum war richtig interessant“.

Durch die Fenster des Mu­seums hört man den auf dem Schlosshof hämmernden Schmied Herbert Häbich. Der aus Süßen stammende Künstler schmiedet dort seine Skulpturen. In der Brühlstraße  stellt die Künstlerin Elisabeth Ruhland ihre Skulpturen aus. In der Garage zeigt Dietrich Mackh seine Radierungen.

Mit Einbruch der Dämmerung verwandelt sich die Kunstnacht in eine rauschende Kunstparty. Die Jazzmusiker von „Take V“ haben die Bühne geentert und die Kunstnachtbesucher grooven in ihrem Takt. Am Ende stehen die Feuermagier, die mit ihren Fackeln flammende Bilder in die Nachtschwärze zeichnen.

 weiterführende Links: 
- Bildergalerie
- Bericht bei der NWZ

Bericht von Jens Buchholz

Unsere Bücherzelle feiert ihren ersten Geburtstag

Wir, die Bücherpatinnen, freuen uns, dass die Bücherzelle sehr gut angenommen wird und ein reger Austausch von Büchern stattfindet. Die zwei schönen Stühle haben den Sommer über zum Verweilen eingeladen. Bisher wurde die Bücherzelle sehr pfleglich behandelt. Wir hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Zwischenzeitlich gibt es auch Kinderbücher, welche getauscht oder eingestellt werden können.

Wir wünschen weiterhin viel Freude beim Bücher "loswerden" und aussuchen!

Susanne T. und ihre Bücherwürmer

Nachlese Vernissage im Dürnauer Rathaus

Die Inklusionslerngruppe 7a der Heinrich-Schickhardt-Schule stellt bis 09. Mai ihre Kunstwerke im Rathaus Dürnau aus. Titel der Ausstellung ist „Im Löwenkäfig“. Mit einer ungewöhnlichen Vernissage wurde die Werkschau eröffnet. Eltern, Verwandte, Lehrkräfte und natürlich die Kinder füllten das Rathaus bis auf den letzten Platz.

„Jedes einzelne Bild ist etwas Besonderes und erzählt eine Geschichte“, erklärte die Schülerin Lisa den Vernissagebesuchern die Kunstwerke. Bei jedem Bild hätten sich die Schülerinnen oder Schüler Gedanken gemacht und versucht diese auszudrücken. Die 7a der Heinrich-Schickhardt-Schule ist eine Inklusionslerngruppe. „Unsere Lerngruppe ist kunterbunt, genauso, wie es sich in unseren Bildern widerspiegelt – jeder ist einzigartig“, meinte die Festrednerin Lisa.
Entstanden waren die Werke im Kunstunterricht. Alle Bilder zeigen einen Löwenkopf, der den Betrachter direkt ansieht. „Zuerst denkt man, die Bilder sehen alle gleich aus“, beschrieb Annemone Hilsenbeck vom Dürnauer Kulturverein KulDür ihren ersten Eindruck. KuDür ist mitverantwortlich für die Organisation der Ausstellung. „Aber der erste Eindruck täuscht, es sind die Details, um die es geht“, fuhr Hilsenbeck fort. Alle Bilder seien hochindividuelle Kunstwerke.
„Mein Löwe zeigt alle Farben des Regenbogens“, beschrieb die Schülerin Sarina ihr Werk, „so wie jede Farbe verschieden ist, ist auch jeder Charakter anders.“ Auch Lisas Löwe soll die Vielfältigkeit unterschiedlicher Charaktere darstellen. Sie bringt aber eine weitere Facette ins Spiel. Die hellen Farben stünden für Hoffnung, Liebe und Freude, erklärte die Künstlerin. „Der Löwe hat aber auch viel durchgemacht, darum die dunklen Farben.“
Ins Rollen gebracht wurde die Ausstellung von Lehrerin Elke Süß. Als ehemalige Kollegin von Süß war Annemone Hilsenbeck sofort begeistert von der Idee gewesen. „Wenn eine Schule anfragt, und wir von KulDür mit dieser Schule und speziell mit den Inklusionslerngruppen schon tolle Erfahrungen gemacht haben und dann die Klasse alles selbst in die Hand nimmt: Musik, Einführung, Bewirtung, dann soll es so sein!“, freute sich Hilsenbeck.
Die Gäste der Vernissage wurden mit Fingerfood der Lerngruppe 9 versorgt. Der im Rollstuhl sitzende Daniel spielte virtuos drei Stücke auf seinem Keyboard. Die Schülerinnen Leonie, Nadin und Alina trugen darstellerisch gekonnt das Gedicht „Der Löwe“ vor. Und die Schülerinnen Mirja, Lisa und Annely performten einen südamerikanisch angehauchten Tanz auf dem Rathausplatz.
„Ich habe mir alle Bilder genau angeschaut“, berichtete Diell aus der 7a hinterher, „es sind wirklich sehr schöne Bilder dabei.“ Und seine Mitschülerin Mirja: „Ich habe den Abend sehr genossen und würde mich freuen, so etwas wieder zu erleben.“

Text: Jens Buchholz   Foto: Andreas Wolfer

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